Allgemeine Informationen zum IV. Bundeskongress Soziale Arbeit


Der 4. Bundeskongress Soziale Arbeit findet vom 20. bis 22. September in Mainz und Wiesbaden mit dem Schwerpunkt "Gestaltung des Sozialen – eine Herausforderung für Europa" statt. In der Tradition der vorangegangenen Kongresse in Lüneburg, Tübingen und Dresden, die sich mit den Aufgaben der Sozialen Arbeit in der Konkurrenzgesellschaft auseinandergesetzt haben, soll in Mainz und Wiesbaden die europäische Perspektive in den Mittelpunkt gestellt werden.

Der europäische Integrationsprozess hat in vielfältiger Weise die Entwicklungen und den Alltag der Sozialen Arbeit verändert. Europäisch beschleunigter sozialer Wandel, Migration und Transformation haben sowohl neue Probleme als auch Arbeitsfelder entstehen lassen.

Einerseits begrenzen Wirtschafts- und Währungsunion den Spielraum für Sozialpolitik, andererseits verbessern die Programme der Europäischen Strukturfonds die Arbeitsbedingungen von Sozialarbeit und Jugendhilfe. Europa verspricht nicht nur Reichtum, Sicherheit und Mobilität, sondern bewirkt auch Armut, Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung.

Im Alltag der Sozialen Arbeit wird Europa schon lange erfahrbar, realisiert sich in Austauschprogrammen und Vernetzungen. Europa heißt: voneinander lernen, bedeutet aber auch Unübersichtlichkeit und Bürokratie. Diese Ambivalenz Europas stellt den Rahmen dar, innerhalb dessen sich Soziale Arbeit neu bestimmen muss. Sie steht vor der Aufgabe, ihre Bedingungen und Wirkungsgefüge auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene neu zu klären, Möglichkeiten einer gestaltenden Einflussnahme zu bestimmen und Gegenmodelle zu einem ökonomischen Europa zu entwickeln. Dazu will der Kongress einen Beitrag leisten.

Der Bundeskongress Soziale Arbeit dient dem Wissensaustausch zwischen Theorie und Praxis, der Verständigung von PraktikerInnen und WissenschaftlerInnen über die gegenwärtigen sozialen Probleme, über ihre je spezifischen Äußerungsformen und über die Aufgaben, die der Sozialen Arbeit daraus erwachsen.

Er ist ein Forum, das sowohl für den theoretischen Diskurs wie für die Entwicklung handlungsorientierter Modelle im Umgang mit sozialen Problemen wichtig geworden ist.

Die Gestaltung des Sozialen ist eine Aufgabe, die auf allen Ebenen zwischen der lokalen und europäischen Dimension zu klären ist. Deshalb befasst sich der Kongress mit der Vielfalt der Aufgaben, denen sich die Soziale Arbeit stellt. Im Unterschied zur Vergangenheit kommt bei allen Analysen und Problemlösungen die europäische Dimension hinzu. Die Demokratisierung Europas und die Gestaltung eines sozialen Europas sind die großen Herausforderungen der europäischen Politik. Aus der Sozialen Arbeit heraus werden Anforderungen an diese Gestaltungsaufgaben herangetragen, die Soziale Arbeit fordert Europa aber auch mit ihren Kompetenzen heraus.

i. V.

Das lokale Organisationsteam

 

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